6 Wochen – ein Gottesdienst

Zwischen schon und noch nicht erleben wir zur Zeit unentschiedene Wochen.
Ein Jahr nach dem ersten Lockdown ist unklar:
Wo geht es hin, was ist verantwortlich, was geboten, was notwendig?
Für uns als Gemeinde ist klar: Gottesdienst ist mehr, als einen Gottesdienst ansehen.
Darum gestalten wir gerade in der Fastenzeit Gottesdienst einmal etwas anders:
Ein Gottesdienst mit seinen Elementen – verteilt auf die Sonntage der Fastenzeit –
der längste Gottesdienst der Welt, könnte man sagen – und zugleich jeweils der kürzeste:
Die einzelnen Elemente dauern jeweils nur etwa 20 Minuten, damit in kleinen Gruppen so viele wie möglich daran teilhaben können. Dafür ist die Kirche sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet, jeweils halbstündlich beginnt eine kleine Liturgie. Die aber ist besonders gestaltet, denn es ist

eine Liturgie für Dich!
Diese Form bietet die Gelegenheit, die einzelnen Elemente des Gottesdienstes ganz persönlich zu nehmen – zumal eine volle Gottesdienstgemeinschaft noch nicht wieder so ohne weiteres möglich ist. Lieder, Texte, Handlungen sind für Dich bestimmt, sollen Dich abholen und weiterbringen. Sie sind darum bewusst in der ersten Person formuliert. Nimm Gottes Angebot ruhig persönlich! Diese persönliche Dimension ist etwas, was wir alle dringend brauchen.
Darum gibt es die Liturgien unter Schutzbedingungen “live” in der Auferstehungskirche, auf der Website mit Liedbegleitung zum selber sprechen und beten, in verschiedener Form zum Ausdrucken und selbstverständlich auch zum Anhören. Ganz ähnlich der Christvesper, so dass darin eben doch wieder alle miteinander verbunden sein können. Worauf wir in dieser Zeit allerdings verzichten ist das Livestreaming, denn das passt nicht gut zum Charakter der Liturgien. Du musst also selber aktiv werden.
Die Liturgien für Dich findest Du jeweils hier auf unserer Webpräsenz.
Einen kleinen Kurz-Impuls als Ausschnitt aus der Liturgie findest Du auch hier rechts in der Spalte “Aktuelles”.

Termin und Ewigkeit

Sonst haben die Termine uns,
Jetzt aber hätten wir gerne welche:
Einen Friseurtermin, einen Konzerttermin, 
Und vor allem: einen Impftermin.
Nichts von all dem ist leicht zu bekommen,
Schade, wie gerne
Hätten wir Schutz und Schönheit 
Wollten wir geschützt uns verschönern lassen
um dann schönste Musik zu hören.
Doch leider
benötigen wir als erstes den Termin
Und hängen dafür in der Warteschleife, 
die sich ewig hinzieht wie der Lockdown selbst.

Doch will mir scheinen, 
die Ewigkeit wird weder
In Terminen noch im Warten bestehen,
Sondern im vollkommenen Augenblick
glücklichster Begegnung und Umarmung,
Im Da-Sein,
ganz und gar und 
unzerteilt und unzertrennt.
Ganz so wie Gottes Liebe
und ganz im Einklang mit ihr.
Schön und geschützt, gut aufgehoben 
Sind wir darin,
Doch brauchen wir keinen Termin
Für diese Schutzimpfung gegen die Trostlosigkeit und die Verzweiflung.

Vielleicht ist es darum ja umgekehrt:
Gottes Ewigkeit wirkt schon jetzt,
hier und heute,
Nur auf den Termin für Impfung, Konzert und Frisör,
auf den müssen wir noch warten.

Wir werden nicht mehr murren als nötig

Wir suchen Dich, guter Gott,
in unseren vier Wänden, auf den Straßen und in den Geschäften,
zwischen den Zeilen und Zahlen und all den Bildern,
in den Maßnahmen und beim Maß nehmen
und wenn wir unsere Masken aufsetzen auch.

Die Geduld geht uns aus wie der Docht einer Kerze,
wenn das Wachs verbraucht ist,
Dafür wächst unsere Sehnsucht:
Nicht nur nach „Normalität“, sondern nach Freiheit und Begegnung.

Der Weg ist noch so weit, durch die Wüste:
Wir werden nicht mehr murren als nötig,
aber bitte geh mit uns, denn
Jetzt und hier und heute,
Wollen wir Dich finden und gefunden werden von Dir.

Gar nicht so leicht ist es, zu sagen:
Es ist nicht die Pandemie, die diese Welt im Griff hat
– sondern Gott ist es, der sie hält!
Es ist nicht die Pandemie, die uns heimsucht
– sondern Jesus Christus ist bei uns an unserer Seite
Es ist nicht der Geist der Verzagtheit, der uns umtreibt
– sondern der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit, der uns bewegt.

Darum:
Was nicht leicht ist, soll getragen werden, 
Getragen, vielleicht wie das Kreuz:
Was wir nicht fassen können, hält uns und unsere Herzen und Hände;
Getragen, vielleicht wie ein Kind:
Wer weint und nicht schlafen kann vor Kummer, soll getröstet werden;
Getragen, vielleicht wie ein Kerbholz:
Was wir schuldig bleiben, soll zusammen finden und ausgelöst werden;
Getragen vielleicht wie ein Joch:
Was uns drückt soll Furchen ziehen, in denen Zukunft wächst.

Jesus Saves Capitol Hill

6. Januar: Epiphanias -Tag der Erscheinung des Herrn.

Für die einen war es ein aufregendes Happening, für die anderen Revolution. Die einen wollten die Verräter hängen sehen, die andern ein Zeichen setzen. Alle aber waren vorbereitet und aufgeheizt: “Wir gehen jetzt die Pennsylvania Avenue hinunter zum Capitol”, hatte Trump vorher noch gesagt – und sich dann verdrückt, um das Ereignis vom Fernsehen aus zu verfolgen. Voller Unverständnis darüber, dass die anderen Mitzuschauer nicht ebenso begeistert waren wie er selbst – so heißt es.

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Zwischen den Jahren

das vergangene Jahr hat uns alle gefordert und belastet. Es hat uns zugleich in die Nähe dessen gebracht, was Menschen zu allen Zeiten gefordert hat, nach Gott zu fragen. Aber nach Gott zu fragen ist die Chance, ihm zu begegnen.

Dieses Bild hat uns das Jahr über begleitet,
und ist zugleich ein Schlüssel, um zu verstehen, wo wir stehen.
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Freikirchliche Weihnachten

Es ist ja ein Privileg und eine Herausforderung, als Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde selber zu entscheiden: Wie machen wir es, an Weihnachten und am Heiligen Abend? Die Entscheidung nimmt uns keine staatliche oder kirchliche Stelle ab – und das ist auch gut so. Eben das bedeutet “Freikirche” – auch, wenn in diesem Jahr das Stichwort “Freikirche” nicht selten von eher negativen Schlagzeilen begleitet war, eben weil es eine so große Vielfalt an Gemeinden und Gemeindeleben gib. Für uns als Auferstehungskirche bedeutet Freikirche, dass Freiheit und Verantwortung zusammen gehören. Das eine lässt sich nicht vom anderen trennen. Wirkliche Verantwortung wurzelt in der Freiheit – nicht in Anordnungen oder darin, andere vorzuschieben. Aber diese Freiheit ist zugleich nur dann frei, wenn sie verantwortlich handelt, denn andernfalls wird sie zur Willkür oder zum Egoismus. Auch Verzicht ist Freiheit.
Die Entscheidung, über Weihnachten und den Jahreswechsel keine Gottesdienste stattfinden zu lassen, ist in dieser Verbundenheit von Freiheit und Verantwortung begründet. Es ist unsere gemeinsame Entscheidung – und dennoch sind wir darin verbunden, mit unseren evangelischen und katholischen Geschwistern. Denn es ist die Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes, die wir gemeinsam bekennen: gerade an Weihnachten. Unser gemeinsamer Glaube erschöpft sich eben nicht nicht in Ritualen – denn die Liebe Gottes tut es ja auch nicht.

Also ist an Weihnachten Frei-Kirche.
Weihnachtsgottesdienste in der Auferstehungskirche finden nicht statt – zumal angesichts der Infektionszahlen im Dortmunder Norden und der aktuellen Mutation des Virus, selbst wenn dieses noch nicht in Dortmund angekommen sein sollte. Dennoch feiern wir miteinander Weihnachten. Stattdessen gibt es für alle eine gemeinsame Liturgie zum Heiligen Abend – und die können wir “hin und her in den Häusern” feiern – zum Beispiel eben genau zu der Zeit, in der sonst unsere Christvesper stattfinden würde. Auf diese Weise wird niemand ausgeschlossen und das beste ist: Ihr dürft sogar singen!

Der coronäische Advent

AdWand – Advent an der Wand

Am 14. und am 20. Dezember
projizieren wir die umwerfende Weihnachtsgeschichte an die Wand der Auferstehungskirche.

Das geht allerdings nur bei entsprechender Witterung, d.h. wenn es nicht regnet, stürmt oder schneit. Schaut einfach hier auf der Website nach, dort findet Ihr die aktuelle Info, ob die Präsentation stattfindet.

Zusehen ist nur möglich bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern und mit Maske.
Die Dauer der Präsentation beträgt ca. 8 Minuten. Wir werden sie daher mehrmals zeigen:
um 17:30 – 17:40 – 17:50 Uhr und 18 Uhr. Für die, die leider nicht dabei sein können, übertragen wir die Projektion auch in unserem Livestream.

Adventliche Exerzitien

Dieser Advent ist ganz anders als wir es gewohnt sind.
Woran gewöhnen wir uns?
Damit meine ich nicht nur, Abstand zu halten und einander auszuweichen,
Masken zu tragen,
mit Karte zu zahlen statt das Kleingeld aus der Hosentasche zu kramen,
einen Einkaufswagen zu benutzen
oder immer einen ausreichenden Vorrat an Klopapier zuhause zu haben.

Aber dass Gott Mensch wird – wie sollten wir uns daran gewöhnen können?
Advent ist die unbestimmte Zeit der schwierigen Verhältnisse, ist Verheißung, ist
SehnsuchtTrostErwartung und Zuversicht.

Momente, Ausblicke, Einblicke und Worte der Sehnsucht, des Trostes, der Erwartung und der Zuversicht begleiten uns durch diesen coronäischen Advent.
Jeden Tag gibt es dazu einen neuen Impuls hier auf unserer Website
du findest das ganze Exerzitien-Programm zum Herunterladen aber auch hier.

Einklang im Advent – ein Klang im Advent

Der Stern erzählt…
Klanginstallationen von Hilke Greif.
Ihr findet Sie jeweils rechts unter Aktuelles
und auf unserer Einklang-Seite

Türen zum Advent – der ökumenische Adventskalender

Gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Eving und Brechten bieten wir in diesem Jahr auf www.ökumene-eving.de einen Online-Adventskalender an. Jeden Tag gibt es eine Überraschung: Ein Lied, ein Gedicht, eine Bildmeditation, eine Erzählung, ein Gespräch, eine Klanginstallation, eine Andacht, Musik und vieles mehr…
Du musst nur klicken, um die Türen zu öffnen.

Alternativ findest Du den Kalender auch auf unserem Ökumene-YouTube-Channel – – denke aber daran, dass du dich dann in die Datenschutzgefilde von YouTube begibst.

Advent in Tüten

In den Zwischenräumen zwischen Bäumen

finden sich so manche Dinge:
Ab dem 2. Dezember hängen zwischen den Bäumen vor der Auferstehungskirche kleine Präsente als Mutmacher, Hoffnungsgeber, Energiereserve, Lichtblick, als … Advent in Tüten

Aktion Kinderwünsche

Jedes Jahr beteiligen wir uns an der vom Verein interAktion e.V. durchgeführten Aktion Kinderwünsche, indem auch wir Wunschzettel sammeln und Wünsche erfüllten.

Im coronäischen Jahr ist es leider nicht wie gewohnt möglich, dass wir Einkaufen und Päckchen packen. Doch mit Unterstützung der BVB-Stiftung “leuchte auf” kann die Aktion doch noch gelingen. Wer also Wünsche erfüllen möchte, kann bis zum 13.12. unter einem Spendenlink eine gewählte Summe spenden. Weitere Infos findet Ihr auf der BVB-Seite.